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CVJM in Zeiten von Corona

Informationen für CVJM-Ortsvereine, HAUpt- und Ehrenamtliche Mitarbeitende sowie Teilnehmende in Berlin und Brandenburg

Handlungsempfehlungen 

 

Das Land Berlin und das Land Brandenburg haben in ihren aktuell gültigen Verordnungen Vorgaben gemacht, wie Angebote und Veranstaltungen in der Kinder- und Jugendarbeit in der momentanen Pandemie-Lage stattfinden dürfen.

Für das Land Berlin gilt in der Kinder- und Jugendarbeit:

 

1) Jugendverbände sind als Arbeitgeber verpflichtet, allen ihren beruflichen Mitarbeiter_innen (nur fest angestelltes Personal (inkl. FSJler_innen), keine Honorarkräfte) zwei Tests pro Woche anzubieten. Die Mitarbeiter_innen sind aber nicht verpflichtet, diese durchzuführen. Als Tests können angeboten werden:

 

  1. Selbsttests: Möchten Mitarbeiter_innen einen Selbsttest (vom Arbeitgeber beschafft und bezahlt) durchführen, muss dies unter Aufsicht „des Verantwortlichen“ (also i.d.R. des Vorstands oder einer vom Vorstand benannten Person. Wenn der Vorstand eine Person benennt, muss er diese in der Durchführung der Selbsttest und in der Erstellung der Bescheinigung schulen.) geschehen. Der Arbeitgeber ist zudem verpflichtet, eine Bescheinigung über das Testergebnis auszustellen. Dazu soll dieses Muster verwendet werden:https://www.berlin.de/corona/media/downloads/
  2. Schnelltest mit eigenem medizinischen Personal: Wenn eigenes medizinisches Personal vorhanden ist, kann für einen Test pro Woche pro Mitarbeiter_in von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (für Mitarbeiter_innen, die in Face-to-Face-Kontakt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten) Schnelltests bezogen werden. 
  3. Schnelltest ohne eigenes medizinisches Personal: Mitarbeiter_innen, die in Face-to-Face-Kontakt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, können sich auch einmal wöchentlich im JugendKulturZentrum Pumpe testen lassen. 
  4. Schnelltest im Testzentrum: Organisationen können ihren Mitarbeiter_innen Schnelltests in einem Testzentrum finanzieren.

Alle Kosten in diesem Zusammenhang sind zuwendungsfähig.

 

2) Jugendverbände müssen dafür Sorge tragen, dass bei Bürotätigkeiten nur 50% der üblicherweise vorgehaltenen Arbeitsplätze gleichzeitig besetzt sind. Nähere Vorgaben zur Umsetzung gibt es nicht.

 

3) Bei Veranstaltungen in Innenräumen, an denen mehr als fünf Personen teilnehmen, müssen die Teilnehmende ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorweisen oder sich unter Aufsicht selbst testen.

 

Alle Regelungen sind hier im Original zu finden.

 

 

Bis 28. März 2021:
Aktuelle Corona-Vorgaben für JugendarbeiT im Land Berlin

Im eingeschränkten Betrieb können Angebote der Jugendverbände, der Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit durchgeführt werden, teilt die Senatsverwaltung mit. Präsenzangebote sind in Kleingruppen wieder möglich. Offene Angebote und Übernachtungen sind nicht möglich. Die Regelungen gelten bis 28. März 2021.
Angebote für Kinder und Jugendliche sollen "im eingeschränkten Betrieb weiter vorgehalten werden, um insbesondere Kindern und Jugendlichen in besonderen Lebenslagen vertraute Ansprechpartner und zumindest teilweise Kontakt zu Peers wieder zu ermöglichen", empfiehlt die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in ihrem Schreiben vom 26.02.2021. Reale Treffen sind in Kleingruppen mit 5 Teilnehmenden bzw. mit 10 Teilnehmenden pro 250 m² im Freien möglich. Auch der Zugang zu Schnelltests soll ermöglicht werden. Die Regelungen gelten bis 28. März 2021.

 

Regeln für reale Treffen


Präsenzangebote der Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit und der Jugendsozialarbeit im Einzelkontakt und in Kleingruppen sind unter Einhaltung der Hygieneregeln und Schutzkonzepte möglich:

  • Treffen sind in Kleingruppen bis maximal 5 Teilnehmenden mit Abstands- und Hygieneregeln möglich
  • Angebote im Freien sind mit bis zu 10 Teilnehmenden je 250 m² unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln möglich.
  • Einzel- und Kleingruppenkontakte im Freien sind im Kontext der Jugendsozialarbeit ebenfalls zulässig
  • Es muss eine tägliche Anwesenheitsdokumentation über die Treffen geführt werden
  • Bei den Angeboten müssen Teilnehmende ab 7 Jahren eine medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske oder FFP2-Maske) tragen.
  • Speisen und Getränke können für den Verzehr außer Haus zubereitet und zur Mitnahme abgegeben werden.
  • Angebote im offenen Bereich in den Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen sind weiterhin nicht möglich.
  • Übernachtungen in Jugendbildungsstätten und Gruppenfahrten sind weiter nicht möglich.


Weitere Hinweise zu den Osterferien sind vom aktuellen Infektionsgeschehen in Berlin abhängig. Informationen hierzu folgen. Derzeit liegen uns dazu noch keine Neuigkeiten vor. Wir aktualisieren die Infos, sobald wir dazu mehr wissen!

 


Darüberhinausgehende Entscheidungen für einzelne Einrichtungen und Angebote der Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit und der Jugendsozialarbeit sind in Abstimmung mit den bezirklichen Jugendämtern unter Berücksichtigung der bezirklichen Rahmenbedingungen und des Infektionsgeschehens möglich, sagt der Senat.

 

Corona-Schnelltests und Jugendarbeit


Berufliche Mitarbeitende in der Jugendarbeit und in den Jugendverbänden können sich ab sofort freiwillig wöchentlich mit so genannten PoC-Schnelltests testen lassen, wenn sie im Face-to-Face-Kontakt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

 

Einrichtungen, die über kein eigenes medizinisches Fachpersonal zur Durchführung der Schnelltests verfügen, können die Testteams der tjfbg gGmbH nutzen. Die Tests werden nach telefonischer Anmeldung im JugendKulturZentrum PUMPE angeboten. Kontakte sind dem unten stehenden Info-Schreiben (PDF) zu entnehmen.


Träger, die über medizinisches Fachpersonal verfügen, können die Tests bis zum 10. jeden Monats in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie abholen. Zeit und Ort sind im unten stehenden Info-Schreiben (PDF) zu entnehmen. In beiden Fällen muss ein unterschriebenes Testkonzept abgegeben werden, das dem Schreiben des Senats anliegt:

SenBJF-Info Schnelltests Jugendverbände & JFZE / Testkonzepte

 

 

Dauer und Gültigkeit der Vorgaben


Die auf dieser Seite angegebenen Regelungen gelten vorerst bis zum 28. März 2021. Die Vorgaben des Senats betreffen zudem auch die Angebote der Hilfen zur Erziehung, anderer Jugendhilfeleistungen, der Eingliederungshilfe, der ambulanten Maßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz und der Beratungsstellen (Erziehungs- und Familienberatungsstellen, Fachberatungsstellen Kinderschutz).

Die Trägerschreiben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie haben für die Jugendverbandsarbeit vor allem empfehlenden Charakter, rechtsverbindlich ist weiterhin die SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung des Berliner Senats in ihrer jeweils gültigen Fassung.

 

Dokumente

Muster-Hygienplan für Kinder- und Jugendarbeit des Berliner Senats

Aktuelle Vorgaben für die Jugendarbeit im Land Brandenburg

Für die Arbeit der Jugendverbände, Jugendbildungsstätten und kommunalen Jugendringe ergibt sich aus der aktuellen Verordnung folgendes:

 

Laut § 16 Jugendarbeit  sind Präsenzangebote der Jugendarbeit nach den §§ 11 und 12 des Achten Buches Sozialgesetzbuch für Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr untersagt.  Dies bedeutet, dass Angebote für Gruppen junger Menschen unter 18 Jahre, die in ihrer Freizeit an einem Ort oder in einem Raum/einer Einrichtung zusammenkommen wollen, durchgeführt werden können. Für Personen über 18 Jahre sind Online-Angebote und Einzelberatungen möglich.

 

Präsenz-Angebote zum Zwecke der Bildung, die in Jugendbildungsstätten stattfinden, sind laut § 19 Weitere Bildungs- sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen mit jeweils bis zu fünf Teilnehmer*innen gleichzeitig zulässig. Dabei ist durch die Verantwortlichen die Einhaltung der erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln sicherzustellen. Laut § 11 Beherbergung und Tourismus sind Beherbergungen zu touristischen Zwecken untersagt.Für die Jugendverbände/kommunalen Ringe bedeutet das, dass auch Maßnahmen mit Übernachtung in Jugendbildungshäusern möglich sind. Bitte sprecht konkrete Fragen mit den Einrichtungen ab, in denen ihr Maßnahmen plant.

 

Gemäß § 4 (1) Aufenthalts-und Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum ist der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum nur mit den Angehörigen des eigenen Haushalts und mit Personen eines weiteren Haushalts, insgesamt jedoch mit höchstens fünf Personen, gestattet. Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr bleiben bei der Berechnung der Personenzahl unberücksichtigt.

 

Gemäß § 4 (2) gelten diese Personengrenzen nach Absatz 1 nicht für

begleitete Außenaktivitäten mit Kindern bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, insbesondere von […] Einrichtungen der Kinder-, Jugend-und Eingliederungshilfe oder im Rahmen der zugelassenen Kinder-und Jugendarbeit […].
die Ausübung beruflicher, dienstlicher oder der Erfüllung öffentlich-rechtlicher Aufgaben dienender ehrenamtlicher Tätigkeiten, bei denen ein Zusammenwirken mehrerer Personen zwingend erforderlich ist.

 

Dokumente:

Siebte Verordnung über befristete Eindämmungsmaßnahmen aufgrund des SARS-CoV-2-Virus und COVID-19 im Land Brandenburg | 8. März 2021