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CVJM in Zeiten von Corona

Informationen für CVJM-Ortsvereine, HAUpt- und Ehrenamtliche Mitarbeitende sowie Teilnehmende in Berlin und Brandenburg

Handlungsempfehlungen 

 

Das Land Berlin und das Land Brandenburg haben in ihren aktuell gültigen Verordnungen Vorgaben gemacht, wie Angebote und Veranstaltungen in der Kinder- und Jugendarbeit in der momentanen Pandemie-Lage stattfinden dürfen.

Bis 8. August 2021: Corona-Empfehlungen für die Berliner Jugendarbeit & Sommerferienangebote

Durchführung von Angeboten

Die Angebote der Hilfen zur Erziehung gemäß § 27 ff SGB VIII, anderer Jugendhilfeleistungen gemäß §§ 13.2, 13.3, 19, 20 SGB VIII, der Eingliederungshilfe, der ambulanten Maßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz (JGG), der Beratungsstellen werden unter Einhaltung der träger- bzw. einrichtungsbezogenen Hygiene- und Schutzkonzepte weiter durchgeführt.

 

Testpflicht

Die Pflicht der Arbeitgeber, gemäß § 6a Abs. 1 der Infektionsschutzmaß-nahmenverordnung des Landes Berlin, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 2 x pro Woche ein PoC-Antigen-Test (Schnelltest oder Selbsttest) anzubieten, bleibt für alle Angebote der Jugendhilfe bestehen.

 

Angebote der Jugendarbeit (§ 11 SGB VIII), der Jugendverbandsarbeit (§ 12 SGB VIII) und der Jugendsozialarbeit (§ 13.1 SGB VIII)

Ab dem 04.06.2021 sind in Einrichtungen und Projekten der Jugendarbeit, der Jugendver- bandsarbeit (inklusive Jugendbildungsstätten) und der Jugendsozialarbeit Angebote unter Ein- haltung der einrichtungsbezogenen Hygiene- und Schutzkonzepte in Präsenz wieder möglich.

 

In die einrichtungsbezogenen Schutz- und Hygienekonzepte sind folgende Vorgaben aufzunehmen:

  • In geschlossenen Räumen ist weiterhin eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen. Ausgenommen sind Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr.
  • Im Freien ist nur dann eine Maske zu tragen, wenn der Abstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann.
  • Veranstaltungen sind nach Maßgabe der Vorgaben zu Veranstaltungen der aktuellen Infektionsschutzmaßnahmen-Verordnung (§ 9) zulässig. Entscheidend sind folglich auch die in dieser Verordnung vorgegebenen Personenobergrenzen für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und im Freien.
  • Die Ausübung von Sport soll im Freien stattfinden. Eine Obergrenze für die teilnehmenden Personen für den Sport im Freien besteht nicht. Alle an der Sportausübung Teilnehmenden einschließlich der Betreuungs- und sonstigen Begleitpersonen müssen vor der Teilnahme vor Ort negativ getestet werden oder bereits an den laufenden Testungen im Rahmen des Schulbesuchs teilnehmen. Für Kinder im Alter bis einschließlich 14 Jahren entfällt die Testung, wenn der Sport im Freien in festen Gruppen von maximal 20 anwesenden Personen ausgeübt wird.

Sommerferienangebote

Einrichtungen der Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit, der Jugendsozialarbeit und stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe gemäß § 27 ff. SGB VIII können in den Sommerferien Angebote der Kinder- und Jugenderholung in Form von Reisen bzw. Fahrten oder Tagesausflügen durchführen.

 

Die am Ort der Unterbringung für den Betreiber der Unterkunft geltenden und damit zu beachtenden Hygiene-Regelungen müssen vor Planung und Durchführung erfragt und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bzw. deren Personensorgeberechtigten vor Antritt der Fahrt zur Kenntnis gegeben werden.

 

In Erweiterung des Zuwendungszwecks können Jugendbildungsstätten zusätzlich touristische Übernachtungen, insbesondere für Familien anbieten.

 

Die Zielorte können sowohl in Deutschland als auch in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sein. Dies gilt nicht für Reisen in vom Robert-Koch-Institut Berlin (RKI) bzw. vom Auswärtigen Amt benannte Risikogebiete. Bei Reisen in andere Bundesländer sind die jeweiligen gültigen Verordnungen der Ziel-/Bundesländer zu beachten. Bei Reisen mit Jugendlichen in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind die individuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für das jeweilige Land bei der Planung und Durchführung strikt zu beachten.

 

Vor der Durchführung von Reisen in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ist durch die jeweiligen öffentlichen oder freien Träger eine Risikoabwägung durchzuführen und mit den Erziehungsberechtigen zu kommunizieren. Insbesondere bei Reisezielen im Ausland, ist in eigener Verantwortung eine genaue Recherche möglicher Beschränkungen bei Ein- und Ausreise sowie während des Aufenthaltes zwingend erforderlich.

 

Bei der Buchung von Reisen bei Fremdveranstaltern ist auf die Stornierungsbedingungen zu achten. Bei Zuwendungsempfängern sind ausschließlich unvermeidbare Stornierungskosten zuwendungsfähig.

 

Testkonzepte in den Sommerferien für alle ein- und mehrtägigen Ferienmaßnahmen und Reisen mit und ohne Übernachtung

Teilnehmerinnen und Teilnehmer an ein- und mehrtägigen Ferienangeboten in festen Gruppen müssen ein negatives Testergebnis, durch Nachweis von einer zugelassenen Teststelle oder durch Testung vor Ort, vor Durchführung des Angebotes vorlegen. Die Testung vor Ort muss unter Anleitung und Aufsicht des pädagogischen Personals durchgeführt werden. Bei Minderjährigen ist hierfür die Einwilligung von den Personensorgeberechtigten einzuholen.

 

Bei Angeboten ab 5 Tagen sind pro Woche zwei negative Testergebnisse vorzulegen.

Den freien Trägern der Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit und der Jugendsozialarbeit werden für die Ferienmaßnahmen bei Bedarf zusätzliche Selbsttests durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zur Verfügung gestellt.

 

Trägerschreiben des Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie vom 1. Juni 2021

Ergänzung zum Trägerschreiben vom 1. Juni 2021

 

 

Aktuelle Vorgaben für die Jugendarbeit im Land Brandenburg

Für die Arbeit der Jugendverbände, Jugendbildungsstätten und kommunalen Jugendringe ergibt sich aus der aktuellen Verordnung folgendes:

 

Laut § 16 Jugendarbeit  sind Präsenzangebote der Jugendarbeit nach den §§ 11 und 12 des Achten Buches Sozialgesetzbuch für Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr untersagt.  Dies bedeutet, dass Angebote für Gruppen junger Menschen unter 18 Jahre, die in ihrer Freizeit an einem Ort oder in einem Raum/einer Einrichtung zusammenkommen wollen, durchgeführt werden können. Für Personen über 18 Jahre sind Online-Angebote und Einzelberatungen möglich.

 

Präsenz-Angebote zum Zwecke der Bildung, die in Jugendbildungsstätten stattfinden, sind laut § 19 Weitere Bildungs- sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen mit jeweils bis zu fünf Teilnehmer*innen gleichzeitig zulässig. Dabei ist durch die Verantwortlichen die Einhaltung der erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln sicherzustellen. Laut § 11 Beherbergung und Tourismus sind Beherbergungen zu touristischen Zwecken untersagt.Für die Jugendverbände/kommunalen Ringe bedeutet das, dass auch Maßnahmen mit Übernachtung in Jugendbildungshäusern möglich sind. Bitte sprecht konkrete Fragen mit den Einrichtungen ab, in denen ihr Maßnahmen plant.

 

Gemäß § 4 (1) Aufenthalts-und Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum ist der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum nur mit den Angehörigen des eigenen Haushalts und mit Personen eines weiteren Haushalts, insgesamt jedoch mit höchstens fünf Personen, gestattet. Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr bleiben bei der Berechnung der Personenzahl unberücksichtigt.

 

Gemäß § 4 (2) gelten diese Personengrenzen nach Absatz 1 nicht für

begleitete Außenaktivitäten mit Kindern bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, insbesondere von […] Einrichtungen der Kinder-, Jugend-und Eingliederungshilfe oder im Rahmen der zugelassenen Kinder-und Jugendarbeit […].
die Ausübung beruflicher, dienstlicher oder der Erfüllung öffentlich-rechtlicher Aufgaben dienender ehrenamtlicher Tätigkeiten, bei denen ein Zusammenwirken mehrerer Personen zwingend erforderlich ist.

 

Dokumente:

Siebte Verordnung über befristete Eindämmungsmaßnahmen aufgrund des SARS-CoV-2-Virus und COVID-19 im Land Brandenburg | 8. März 2021