22. Dezember

© Ron Smith/Unsplash

Auf dich hoffen

Selten habe ich Tage, bei denen ich meine Worte freien Lauf lasse,

ich sie auf weißen Seiten mit blauer Tinte in Gedanken versunken, versuche niederzuschreiben, mit den Worten und Taten, mit Emotionen geladen, über Gott und die Welt mit Themen auf meiner Schulter beladen, welche ich wichtig finde, mit Gott, meinem Herrn zu teilen.

 

Oft denke ich, wie allein die Welt doch ist, wie einsam das Menschenkind in der Natur umherstreift und vergisst, was wirklich im Leben wichtig ist. Wir rennen von Termin zu Termin, von Ort zu Ort, durchfahren die Landschaften auf dieser Erde ohne zu sehen, ohne zu denken. Ankommen heißt das Ziel, im stillen Gedenken.

 

Unser Leben, deines und meines sind gezeichnet von Stress und Leid, der fehlenden Zeit. Wir vergaßen darauf zu achten, was eigentlich gewollt, was Jesus in uns lag, nachdem er auf Golgatha gekreuzt, der Vorhang gefallen und starb, aus seinem Grab verschwand, den Tod besiegt und auferstand. Ewiges Leben schenkt er uns, in Sünden befreit, uns zu retten aus unserem Leid und zu uns spricht: Wer an mich glaubt, wird Leben.

 

Glauben wir zu leben in unserer Welt, umher zu gieren nach Macht und Geld, nach mehr und mehr? Gemeinschaftlich zu handeln, mit unseren Nächsten zu teilen, den Feind zu lieben und glücklich zu sein, zu wissen, was wir haben, ist das eigentliche Ziel. Statt stets zu konsumieren, den Massen hinterher gieren, erinnere ich mich, an eine Zeit, in der man mir sagte, dass ich ein Kind Gottes sei.

 

Als Kind probierte ich die Welt zu erforschen, und stellte sie mir vor, wie sie mir gefällt. Beschenkt bin ich und dankbar dafür, zu wissen wer ich bin als Wesen mit Gaben der Schöpfungsnatur. Mit ihnen zu wachsen und zu begreifen, geliebt zu werden, einander wahrzunehmen, zu vertrauen und Vergebung zu erfahren, wahrhaftig in Gesprächen und stets auf der Suche nach meinem Herrn. Selbst wenn der Alltag einbrechen mag, gibt der Herr mir Kraft für den Tag. Mit dir, mein Herr, gebe ich die Hoffnung nicht auf, du bringst uns Menschen aus dem Zweifeln raus. Erinnern wir uns, dass du den Thron verließest, als Kind im Stall geboren, von der Jungfrau Maria aufgezogen. Du bist Mensch und Gott zugleich, irgendwann komme ich zu dir, ins Himmelreich.

 

Marcel Schröder

ist ehrenamtlicher Mitarbeiter im CVJM Oderbruch

 

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