6. Dezember

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Für mich waren die beiden Herbstfreizeiten, das erste Mal als Mitarbeiterin, sehr aufregend. Ich musste viel lernen und war am Anfang auch noch sehr unsicher. Immer kamen diese Fragen auf: Mache ich das alles richtig? Habe ich zu Kindern überhaupt einen guten Draht?

 

Irgendwann in der Mitte der ersten Herbstfreizeit fingen die Kinder an, meinen Namen quer über das Gelände zu rufen und mir zuzuwinken. Das hat mir gezeigt, dass sie sich freuen mich zu sehen. Dass sie mich mögen und wie ich mit ihnen umgehe.

 

Ein Junge, der sehr jung war und für den die meisten Spiele und Aufgaben sehr unverständlich waren,  bereitete mir ein wenig Sorgen. Ich versuchte, ihm jede Aufgabe möglich zu machen. Am Ende der Freizeit kam er zu mir und umarmte mich. Er sagte: „Dich werde ich hier am meisten vermissen!“ Diese Worte von einem einzigen Kind zu hören, haben mich sehr gestärkt und jegliche Zweifel, die ich am Anfang hatte, waren wie weggeblasen. Ich wusste: Ich habe es gut gemacht.

 

Miriam Andrä

FSJlerin im CVJM-Ostwerk