9. DEzember

© Jon Tyson/Unsplash
 Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt.
In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.
Johannes 16,33
 

Zeit der Gegensätze

Adventszeit bedeutet für mich, dass überall in der Dunkelheit Kerzen angezündet werden. Immer wieder denke ich an das Taizé Lied „Im Dunkel unsrer Nacht, entzünde das Feuer, das nie mehr verlischt“. Denn Adventszeit ist für mich Zeit der Gegensätze:  Glitzerlichter und Weihnachtslieder, Vorfreude und Spannung auf der einen, der alltägliche Stress, die großen und kleine Päckchen die wir im Leben tragen müssen auf der anderen Seite. Abschied, Verlust und Trauer. Armut, Krankheit, Einsamkeit.

 

Für mich bedeutet das Zugehen auf Weihnachten auch ein Blick zurück auf das vergangene Jahr mit all seinen Gegensätzen. Mein 2018 war ein volles Jahr. Voller Freude, Herausforderungen und wunderbarer Momente, in denen das Herz überfließt. Gleichzeitig auch gefüllt mit Schmerzhaften, was das Herz schwer macht. Ich weiß nicht, was 2018 dein Herz bewegt hat, vielleicht geht es dir ähnlich oder ganz anders.

Advent, Kerzen anzünden – das erinnert mich daran, dass Jesus auf die Welt gekommen ist. Mitten hinein in unseren Alltag, die Höhen und Tiefen, im Großen und Kleinen. Inmitten unseres Menschseins und der Dunkelheit.

 

Adventszeit heißt für mich Blick auf Weihnachten. Und durch Weihnachten hindurch auf Ostern, auf die Gewissheit und das Versprechen, dass Jesus inmitten unserer Dunkelheit das Licht ist, das nie mehr verlischt. Er ist als Licht gekommen und hat die Finsternis und den Tod überwunden. Er ist hier und nimmt ernst – jetzt ist es noch dunkel. Aber er verspricht – das ist nicht das, was bleibt. In Johannes 16,33 sagt er: „Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Diese Perspektive verändert meinen Blick. Hier und jetzt ist die Dunkelheit noch spürbar und greifbar. Aber wie eine Kerze im dunklen Zimmer durch die Dunkelheit scheint und diese verändert, so scheint diese Hoffnung für mich und verändert meinen Blick auf das, was war und das, was kommt.

 

Adventszeit, bedeutet für mich, dass überall in der Dunkelheit Kerzen angezündet werden und mich an die Hoffnung, an Jesus erinnern, das Licht, das nie mehr verlischt.

 

Gesa Kaminsky

ist Referentin für die geistliche Arbeit bei TEN SING

 

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